Ja, mach nur einen Plan! …*
Im Winter ist für Gärtner die beste Zeit zum Planen. Und im Wühlmaus-Kräutergarten gibt es wahrlich noch viel Raum für Pläne. Jetzt haben wir schon des öfteren zu zweit, zu dritt und auch zu viert am Küchentisch gesessen und Pläne geschmiedet. So langsam ergibt sich ein Bild, wie der Kräutergarten in etwa gestaltet werden könnte. Hierzu habe ich eine Zeichnung angefertigt, die hoffentlich hilft, sich alles besser vorstellen zu können.

Die Trockenmauer ist ja schon zur Hälfte fertig, jetzt müssen wir noch die Steine für den zweiten Teil aus dem Steinbruch holen. Es gibt die Idee, alte Ziegel auf den hinteren Teil der Trockenmauer zu legen, damit sich zusätzliche Verstecke für Tiere ergeben.
In der Mitte des Kräutergartens soll, als zentraler Punkt eine Kräuterspirale entstehen. Dazu wollen wir die gleichen Steine wie für die Trockenmauer, nur in größer. Diese gibt es im selben Steinbruch.
Um die Kräuterspirale wollen wir die Beete kreisförmig anordnen. Als Einfassung für die Beete sind angdacht:
- Holz aus der Landschaft (wie das Beet bei der Pfostenhecke)
- Dielen (Rahmenbeete)
- Pflöcke aus Haselnuss mit Flechtwerk aus Weide
Die Beete sollen nach Indikationsgebieten bzw. Organen geordnet werden
- Magen, Darm, Verdauungsorgane
- Leber / Galle (Stoffwechsel)
- Lunge / Atemwege / Immunsystem
- Niere, Blase
- Bewegungsapparat / Rheuma
- Haut / Wundheilung
- Herz-Kreislauf und Gefäße
- Nerven / Schlaf/Beruhigung / Antidepression
- Frauenheilkunde

Die Beete könnten folgende Pflanzen enthalten:
1. Magen, Darm, Verdauungsorgane
Blutwurz, Heidelbeere, Frauenmantel, Odermennig, Salbei, Brombeer, Storchschnabel, Melisse, Pfefferminz, Kümmel, Fenchel, Engelwurz, Kamille, Anis, Lein, Aloe
2. Leber / Galle (Stoffwechsel)
Wermut, Beifuß, Artischocke, Schafgarbe, Tausendgüldenkraut, Wegwarte, Mariendistel, Löwenzahn, Fieberklee, Benediktenkraut, Gelber Enzian, Schöllkraut
3. Lunge / Atemwege / Immunsystem
Mädesüß, Roter Sonnenhut, Wasserdost, Schwarze Johannisbeere, Brunenkresse, Kapuzinerkresse, Meerrettich, Thymian, Spitzwegerich, Malve, Stockrose, Eibisch, Huflattich, Engelwurz, Gundermann, Quendel, Efeu, Königskerze, Gänseblümchen, Schlüsselblume, Seifenkraut, Küchenzwiebel
4. Niere, Blase
Bärentraube, Preiselbeere, Cranberry, Brunnenkresse, Kapuzinerkresse, Meerrettich, Goldrute, Brennessel, Ackerschachtelhalm, Hauhechel, Johannisbeere, Löwenzahn,
5. Bewegungsapparat / Rheuma
Brennnessel, Heublumen, Afrikanische Teufelskralle, Mädesüß, Beinwell, Johanniskraut,
6. Haut / Wundheilung
Kamille, Ringelblume, Zaubernuss, (blutstillend: Blutwurz, Hirtentäschel, Spitzwegerich, Schafgarbe), (Schleimstoffpflanzen: Lein, Malve, Eibisch, …), Johanniskraut, Arnika, Beinwell, Gänseblümchen, Nachtkerze, Stiefmütterchen, Zistrose, Borretsch (Öl aus Samen), Erdrauch
7. Herz-Kreislauf und Gefäße
Herzgespann, Baldrian, Hopfen, Lavendel, Melisse, Passionsblume, Rosmarin, Enzian, Bärlauch, Knoblauch, Steinklee, Weinlaub, Mäusedorn
8. Nerven / Schlaf/Beruhigung / Antidepression
Kopfschmerzen: Pfefferminz, Mädesüß, Weide, afrk. Teufelskralle, Mutterkraut, Pestwurz, Baldrian, Hopfen, Passionsblume, Lavendel, Melisse, Kalif. Mohn, Kamille, Linde, Johanniskraut
9. Frauenheilkunde
Frauenmantel, Gänsefingerkraut, Kamille, Schafgarbe, Eisenkraut, Hirtentäschel, Beifuß, Rosmarin, Rotklee, Salbei, Traubensilberkerze, Mönchspfeffer

Ausserdem wollen wir einen Duftweg mit Sand-Thymian und Römischer Kamille anlegen.
Am Seiteneingang wächst schon eine Kletterrose, diese wollen wir an einem Bogen als „Eingangstor“ ranken lassen.
Unter die Kiefer wollen wir eine Sitzgelegenheit aus Paletten bauen.
Vergangene Woche waren Uli, Majlinda und ich auf dem Grundstück, um mit Zollstock auszumessen, ob unsere Pläne auf dem Grundstück überhaupt umsetzbar sind. Wir kamen zu dem Ergebnis, das es so gehen kann. Natürlich können sich die Dinge auch noch anders ergeben. Nichts ist beim Gärtnern in Stein gemeißelt. Aber jetzt haben wir doch das Gefühl, eine gute Richtlinie zu haben.

Hallo, ich bin Rita! Auf Grünkraft schreibe ich über alles, was mich stark, gesund und lebendig macht: Naturerlebnisse, die nichts kosten müssen, Pflanzen, Wild- und Heilkräuter, Wandern, meinen Hund, kreative Hobbys, gute Bücher und ein gesundes, schönes Leben. Eigentlich habe ich Kommunikationsdesign studiert, aber ich habe noch so viel mehr ausprobiert und gelernt. So bin ich auch ausgebildete Phytopraktikerin (Freiburger Heilpflanzenschule), habe einen Gemeinschafts-Kräutergarten angelegt, habe eine Weile geimkert und auch mal Hühner gehalten … Ich probiere vieles selbst aus, bevor ich davon erzähle. Ich bin überzeugt: Die Natur ist die größte Künstlerin, und wir dürfen uns ein Leben lang weiterentwickeln. Wenn dich das anspricht, abonniere gerne meinen Newsletter – dort gibt’s noch mehr davon.