Stark wie ein Bär – mit Bärlauch

Genau jetzt solltet Ihr raus gehen in die Sonne und Bärlauch sammeln. Jetzt, vor der Blüte, ist die richtige Zeit dafür. Der Name stammt noch aus heidnischer Zeit, wo man besonders kräftige und heilwirksame Pflanzen nach dem Bären benannte. Und eine kräftige Heilpflanze ist der Bärlauch allemal.

Schon Kräuterpfarrer Künzle (1857-1945) wußte:
„ewig Kränkelnde, Skrophulöse und Bleichsüchtige, die aussehen, wie wenn sie schon im Grabe gelegen und von den Hennen wider hervorgescharrt worden wären, den Bärlauch verehren wie Gold, denn sie werden nach seinem Genuss aufblühen wie ein Rosenspalier oder aufgehen wie Tannenzapfen in der Sonne und wieder vollständig gesund und frisch werden – nach längerem Gebrauch dieser herrlichen Gottesgabe“.

Eines der wichtigsten medizinischen Anwendungsgebiete des Bärlauchs ist seine heilende Wirkung auf die Blutgefäße. Krankhafte Ablagerungen in den Blutgefäßen werden abgebaut, der Cholesterinspiegel wird gesenkt und die Blutgefäße werden elastischer. Dadurch schützt uns der Bärlauch vor vorzeitiger Alterung und wirkt auf eine ganze Reihe von Zivilisationskrankheiten heilsam.

Bärlauch in der modernen Wissenschaft
Erst seit etwa 20 Jahren werden wissenschaftliche Studien mit Bärlauch durchgeführt, darunter etliche, die sich der Anti-Krebs-Wirkung des Bärlauchs widmen. Diese Studien bestätigen: Bärlauch ist eine starke Heilpflanze, die bei so unterschiedlichen Dingen wie Darmkrebs, Arteriosklerose, hohem Cholesterinspiegel und hohen Blutdruckwerten wirksam ist.

Bärlauchblätter sind eine richtige Vitalstoffquelle. Sie liefern viele Vitamine und Mineralstoffe, die für einen gesunden Organismus unerlässlich sind. So liefert Bärlauch z. B. dreimal so viel Vitamin C wie Orangen. 100 Gramm Bärlauch enthalten ca. 150 mg Vitamin C. Dies entspricht 150 Prozent des offiziell angegebenen Tagesbedarfs eines Erwachsenen an Vitamin C. Vitamin C ist ein wahres Supervitamin: Es wirkt immunstärkend, entgiftend, antibakteriell, antiviral, antioxidativ, antitumoral und noch vieles mehr. Es unterstützt das Immunsystem bei der Arbeit und bietet so vielfachen Schutz vor zahlreichen Krankheiten. Zudem fungiert Vitamin C als starkes Antioxidans. Es fängt freie Radikale ab, die unsere Zellen schädigen und so für unterschiedliche Krankheiten wie Krebs, Schlaganfall oder Demenz, aber auch vorzeitiges Altern verantwortlich sind und macht sie unschädlich.

Aber auch für ein gesundes Körpergewicht ist Vitamin C wichtig: So fanden Forscher heraus, dass Menschen mit einer niedrigeren Konzentration von Vitamin C im Blut um 30 Prozent weniger Fett verbrannten als Probanden mit einem höheren Vitamin-C-Spiegel.

Wer also gesund abnehmen möcht oder ein gesundes Körpergewicht halten will, kann sich mit Lebensmitteln mit einem hohem Vitamin-C-Gehalt – wie etwa Bärlauch – sehr gut unterstützen.

Bärlauchtinktur
Um mir den gesundheitlichen Nutzen des Bärlauchs, auch noch nach der recht kurzen Bärlauch-Saison (März bis Mai), zunutze zu machen, habe ich mir eine Bärlauch-Tinktur angesetzt. Dazu fülle ich kleingeschnittene, gehackte Bärlauchblätter locker in ein Schraubglas. Dann gieße ich 45% Weingeist hinzu, so dass die Blätter vollständig bedeckt sind. Das Ganze lasse ich für mindestens zwei Wochen ziehen. Zwischendurch kann man es immer mal wieder etwas bewegen, damit sich die Wirkstoffe verteilen. Dann wird es erst durch ein Sieb und dann durch einen Kaffee- oder Teefilter abgeseiht und in dunkle Tropfflaschen abgefüllt. 3 mal täglich 20 Tropfen über 6 Wochen einnehmen. Maria Treben empfahl diese Kur bei so unterschiedlichen Beschwerden wie: Beklemmungen, Blutreinigung, Durchfall, Gedächtnisschwäche, unreiner Haut, chronischen Hauterkrankungen, Schlafstörungen, Schwindelgefühl, Verstopfung, Würmern, Arterienverkalkung und Leberentzündung und auch zur Vorbeugung vor.

Bärlauch in der Küche
Besonders begehrt ist der Bärlauch jedoch in der Küche. Meist wird er einfach kleingeschnitten als Gewürz in Salaten oder Aufstrichen roh verwendet. Dies ist vor allem für das hitzeempfindliche Vitamin C, aber auch für das enthaltene Alliin und die übrigen Schwefelverbindungen von Vorteil.

Wer sich ein leckeres Bärlauchpesto zubereiten möchte findet hier ein Rezept:
http://gruen-kraft.com/baerlauchpesto/

Weiter Bärlauch-Artikel findet Ihr hier:
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http://gruen-kraft.com/der-baerlauch/